Versuchsaufbau: die benötigte Hardware

Um GPSPi in voller Schönheit zu betreiben, braucht’s Hardware im Wert von ca. 120 EUR (als Neuware):

  1. Einen Raspberry Pi.
    Egal, welchen. Ist es einer der Version 1, musst Du jedoch eine der Bibliotheken manuell angepassen. Neu gekaufte Geräte sind ausschließlich Version 2.
    Ein passendes Gehäuse wäre ganz gut, am besten eins, bei dem man den GPIO-Port nach außen führen kann (das ist ein 26poliges Flachbandkabel). Sets mit Gehäuse, SD-Karte und 230V-Netzteil kosten ab etwa 50,- EUR, nackte RPis gut 30,- EUR.

    Raspberry Pi mit Gehäuse und herausgeführtem GPIO-Port

    Raspberry Pi mit Gehäuse und herausgeführtem GPIO-Port

  2. Einen USB-GPS-Empfänger.
    Wieder egal, welchen. GPS-Empfänger sind meist ziemlich triviale Geräte, was die Schnittstelle anbegeht – eine per USB ausgeführte serielle Schnittstelle, die NMEA-Daten mit 4800 Baud liefert. Eine typische USB-GPS-Maus reicht. Neu ab ca. 35,- EUR.

    USB-GPS-Empfänger, hier eine einfache Navilock-GPS-Maus

    USB-GPS-Empfänger, hier eine einfache Navilock-GPS-Maus

  3. Ein 12V-USB-Netzteil.
    Die ganze Fuhre braucht etwa 4W, ein 12V-Netzteil für den Zigarettenanzünder mit 1.000 mA Ausgang (= 5W bei 5V Ausgang) reicht also vollkommen. Das passende Kabel für den RPi (MicroUSB) nicht vergessen! Ca. 5,- EUR.
    Für zuhause reicht eigentlich jedes Handy-Ladegerät mit MicroUSB-Ausgang, wie es viele Android-Smartphones verwenden.
  4. Eine SD-Karte, möglichst 4GB oder größer.
    Egal, welche. Es darf natürlich eine MicroSD-Karte im Adapter sein. Ca. 5,- EUR. Für GPSPi allein macht “größer” keinen Sinn, aber vielleicht willst Du ja mal Videos auf dem RaspPi gucken.
  5. Ein 1602 LC-Display, HD44780 kompatibel.
    Vorerst unterstützt GPSPi nur ein 1602 Display mit HD44780-Treiber. Das ist zweizeilig mit 16 Zeichen pro Zeile (daher 1602) und kostet keine 4,- EUR. Dazu brauchst Du noch ein 10 kOhm Poti, um den Kontrast regulieren zu können. Demnächst wird noch ein 2004 – 20 Zeichen in 4 Zeilen – mit etwas anderer Bildschirmaufteilung hinzukommen.
  6. 1Wire (optional, abschaltbar).
    Dazu braucht‘s einen 4,7 kOhm Widerstand, 3 Stück DS18B20 Temperatursensoren und Kabel. Ein DS18B20 kostet ca. 1,- EUR bei Einzelabnahme.

    drei DS18B20 Temperatursensoren; der oberste aus dem eBay-Paket, die beiden unteren lose nachgekauft

    drei DS18B20 Temperatursensoren; der oberste aus dem eBay-Paket, die beiden unteren lose nachgekauft

Das Display mit Poti, einen anschlussfertigen DS18B20 1wire-Temperatursensor und jede Menge nützliches Zeug für den Versuchsaufbau, darunter ein Steckbrett („Breadboard“) mit Steckverbindung zum Raspberry Pi („T-Cobbler“), gibt’s als „Raspberry Pi GPIO Electronics Starterkit“ im eBay für 20 EUR inkl. Versandkosten. Da es aus China kommt, braucht es ein paar Tage für den Versandweg. Da ist dann auch gleich eine Infrarotfernbedienung mit IR-Sensor bei, die man später für den Mediaplayer verwenden kann – der perfekte Einstieg für das heimische Raspberry-Labor.

Willst Du erstmal zuhause experimentieren, wäre zusätzlich ein HDMI-Kabel zu Deinem Monitor (entweder HDMI-HDMI oder HMDI-DVI, je nach dem, was Dein Monitor verträgt), eine USB-Maus und/oder -Tastatur und ein Netzwerkkabel ganz hilfreich. Da der Raspberry Pi nur sehr eingeschränkt Strom durchleitet, solltest Du gleich einen aktiven USB-Hub einplanen, wenn Du mehrere USB-Geräte am RasPi betreiben willst (bspw. DVB-T, dazu später). Für den Betrieb von GPSPi brauchst Du das alles jedoch nicht!

So sieht’s dann aus (Laborumgebung):

Raspberry Pi Versuchsaufbau

Raspberry Pi Versuchsaufbau

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